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 (vor der Klinik)

24.5.07 Stern

Vergessen all das Leid
Verronnen sind die Schmerzen
Zurück bleibt Einsamkeit
Das Loch in meinem Herzen

Ausgelöst durch Dinge
Die nicht mehr existier'n
Zurück bleibt nur die Stille
Die Kälte lässt mich frier'n

Das Schweigen ging zu lange
Die Wahrheit lastet schwer
Mir wird noch angst und bange
Ich fühl es noch zu sehr

Der Kopf ist längst verstummt
Die Schreie sind verhallt
Die Narben nicht vermummt
Die Schulden unbezahlt


Dunkle Nacht, reiner Wind
Die Sterne leuchten hell
Ich sitze da als kleines Kind
Das immer mehr zerfällt

Ich wurd' zu einer Frau
Ohne Identität
Und jetzt sagst du mir laut
"Es ist noch nicht zu spät"

Ach könnte ich dir glauben
Ich will es doch so sehr
Ich würde dich gern brauchen
Allein geht's nicht mehr

Ich hör dich aus der Fern'
Doch kann dich nicht verstehen
Der Blick geht hoch zum Stern
Ihn kann ich immer sehen.

Er flüstert leise
"Noch ist nicht die Zeit
Beginne die Reise
Der Weg ist noch weit"

Das Kind erhebt sich
Die Frau ruft laut
"Folg mir, ich führ dich
Lauf
Gib nicht auf"

 ©

 

 

(nach der Klinik)

September 07

Tanzend vorm
Abgrund, still
Und
Blind
Holt sie
Etwas
In die
Tiefe

 


Denken schafft nicht die
Erlösung. Der
Puls geht weiter.
Ritzen hilft leider nicht vorm
Ertrinken der Seele. Die
Sehnsucht steigt
Sucht vergebens
Ignoranz zerstört ihr Leben
Oblivion, wünscht sie sich und bekommt es doch
Niemals.

©

September 07

Aus einem tiefen Schlaf erwacht
rein in den hellen Tag
Entflohen aus der dunklen Nacht
in der sie lange lag.

Das Herz beginnt
langsam zu schlagen
Vorsichtig,
als könnt's kaum wagen

Doch immer mutiger
und schneller
Unwillkürlich
wird es heller

Im Tal der Finsternis gelegen
gleich einem kalten Stein
die Sonne füttert ihn mit Wärme
so genießt er ihren warmen Schein

Wie ein ausgedörrter Boden
der tot erscheint, verloren
doch nach dem Regen
folg das Sonnenlich
und oberflächlich tut sich nichts.

Doch im tiefen Erdenreich
liegt der Keimling nun bereit
sich durch die Dunkelheit zu kämpfen
und zu durchbrechen alle Grenzen.

Ein zartes Pflänzchen
trotzt der Erde
trotzt der Leere
trotzt der Schwere
trotzt dem Nichts
im festen Glauben an das Licht.
 

©

5.November 07


Schöne Sonne
kommt und geht
Vertrieben vom Herbst
der vor der Türe steht

Die Kälte wächst
Die Dunkelheit gewinnt
wärend der Mensch
schon Rettungsnetze spinnt

Für diese dunkle Zeit
gibts viele Fallen
und wenig Halt
die Türen zur Vergangenheit
sind weit geöffnet
gleich verheilt
gedachter Wunden
Wunden, die aufzuplatzen drohen
vor deren Blutung
schon viele Seelen flohen.
Fort von dem Ort
an dem schreckliche
Gedanken wohnen
Gedanken,
die verknüft zu sein scheinen
mit der Kälte
Dunkelheit
und Weinen.


©

 

Wo steckt dieser Teufel
der verlangt perfekt zu sein ?
Und warum ist sie in sich selbt
noch immer so allein ?

Wieso kann sie des nachts
nicht mehr zur Ruhe kommen ?
Weshalb scheint jeder Tag
wie gewonnen so zerronnen ?

Wie kann sie gleichfalls leben
und doch gestorben sein ?
Wie ist sie unter Leuten
so einsam und allein ?

Wie kann sie immer falsch sein
egal wie sie auch ist ?
Wieso kann man sie nicht hören
wenn sie mit einem spricht.

Ihr Lächeln ist erfrohren
doch nach außen hin ist's Licht
ihre Stimme scheint so glücklich
während sie innerlich zerbricht.

©

 

November 07


Sie will nicht erwachen
und tut es doch
Schon morgens ist
in ihre ein tiefes Loch
die Welt ist nicht in Ordnung
starker Zug ins Nichts
gelähmt durch Überforderung

Keiner sieht hin
wenn in ihr drin
der Kampf von vorn beginnt
wie sie schon morgens in der Früh
in ihrem Wahn versinkt

All die Tränen
seht ihr nicht
Wie sie mit roten Fäden spricht
sie sucht
und abends doch erbricht

Dann wenn sie besser
werden will
Wird sie ganz plötzlich
völlig still
behauptet stur
es geht ihr gut
doch spürt
im gleichen Atemzug
die große Angst, sie ist noch da
ihr Leben kostet Mut
Die Krankheit greifbar nah

Die Seele kämpft
- wofür weiß sie noch nicht.
Wenn sie sich Leben schenkt
und danach doch erbricht
scheint Logik
ihrem Untergang geweiht
und ihre Seele ist
noch immer so entzweit. 

©

 

Und momentan sitze ich
inmitten des Lebens
Im rasenden Zug
Hoffe vergebens
dass er anhält.
Doch er tut
was er muss und kann
Ich möchte rasten
doch er reißt mich
in seinen Bann
Ich kann mich nicht halten
im Zug sind finstere Gestalten
die mich ängstigen
doch ich bleibe sitzen
im engsten Stuhl des Wagens
und wenn ich springe
dann in den Tod
und das zu Wissen
gibt mir den Mut
den Kampf anzusagen
in diesem raßenden Wagen
des Lebens..

©

 

Und wenn ich stehe
möchte ich rennen
Doch wenn ich renne
dann kann ich nicht mehr

Und wenn ich laufe
und weiß nicht wohin
Dann halt ich mich fest
am Vertrauten "woher"

Und mit diesem Wissen
wächst die Sehnsuch in mir
nach dort wo ich herkomm
Sie nagt so sehr

Und mit jedem Schritt
den ich weiter mache
schlägt mein Herz mehr dort
wo ich nicht mehr erwache

©


Eiskalte, kristallklare Nacht
und ich habe wieder nachgedacht
über mich, und wo ich vor einem Jahr war
und als ich das sah
war es plötzlich so nah.

©






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